Dies & Das



DK5JI bei W1AW

HSC-Präsident Hans, DK5JI (911) besuchte im Rahmen einer Rundreise durch die Neuengland-Staaten auch die Clubstation W1AW der ARRL in Newingon, CT. Hans hat im Namen des HSC dem Stationsmanager von W1AW, Joe Carcia, NJ1Q, eine Sonderausgabe unseres Jubiläumsdiploms überreicht. Zugegen war ebenfalls der Assistant Manager, Field Services and Radiosport, Norm Fusaro, W3IZ (v.l.n.r.).

Anschließend war noch etwas Zeit, W1AW auf dem 17m-Band zu aktivieren.




Slideshow

OM Mato, 9A3SM (1643) hat uns Bilder (Slideshow) seiner 9AFF-Aktivitäten übersandt.
9AFF ist ein kroatisches Flora- und Fauna-Projekt.



Slideshow

Horst, DM3KF (1811) sandte uns diese Bilder (Slideshow).
Sie zeigen seine diesjährige CW-Aktivitäten mit einer 90cm langen Monoband-Mobilantenne für das 40-Meter-Band.
Horst war auch in CW vom Leuchtturm Rewal in Polen QRV.



Klick auf das Bild!

Das HSC Komitee gratuliert Ingo, DL6LBI, zum 60. Geburtstag.
Alles Gute, Gesundheit, Dank für Dein zuverlässiges und selbstloses Engagement für den HSC.



WHSC60 für W1AW

Am 7. Mai 2012 besuchte der Sekretär des HSC, OM Hardy, DL1VDL das ARRL-Hauptquartier in den USA.
Zu diesem Anlaß wurde ehrenhalber das WHSC60-Diplom der ARRL-Clubstation W1AW verliehen.
(vlnr: Hardy DL1VDL, Joe NJ1Q, Dave K1ZZ)



HB9DAX/QRP

Fred, HB9DAX sandte uns dieses Bild von seinen CW-Aktivitäten SOTA Arosa/Weißhorn (Graubünden).
Rig ist ein 5 Watt Transceiver mit FD3-Antenne.



Morse

Jo, DJ4EY gelang diese beiden Bilder während eines Aufenthaltes in British Columbia, Kanada. Jo schreibt:

Zwei Wochen Urlaub verlebte ich im September 2011 bei meiner seit über 40 Jahren in Kanada lebenden Schwester und ihrem Mann in Golden B.C. (VE7). Von dort machten wir einige sehr schöne Ausflüge und besichtigen den Staudamm und das Wasserkraftwerk des Columbia Rivers. Ganz in der Nähe in Revelstoke ist das Museum der Canadian Pacific Railway (CPR), wo viele interessante Ausstellungsstücke zu besichtigen waren. Hier fand ich auch den Telegrafisten mit seinem "Handwerkszeug". Wer in der Nähe vorbeikommt, sollte sich Zeit für einen Besuch nehmen.



DK7QB

OM Bert, DK7QB schreibt: "Einen netten Gruß aus Nord-Schweden von Bert, DK7QB, HSC 1086. Seit gut 15 Monaten wohne ich nun in Nord-Schweden. Meine Rufzeichen ist hier sind SA2BRN und SE2I. In Kontesten verwende ich SE2I und im normalen Funkverkehr bin ich unter SA2BRN QRV."



5B4AGM

Dieses Bild zeigt OM "Ben" (Valentin), 5B4AGM HSC 249 (ex UC2AA, ex EU1AA) in seinem Shack.



HSC Meeting Buedingen 1986

James, G4ILW (964) hat uns dieses Bild zugesandt. James schreibt:
Hallo, beim Aufräumen meiner Wohnung habe ich dieses Bild gefunden. Es zeigt das HSC-Treffen in Büdingen aus dem Jahre 1986. Wie die Zeit vergeht!
Von links nach rechts: DF4KV G4ILW DL2FAK PA0DIN ON5ME DF5DD DL6MK.
Viele Grüße, James, G4ILW



K3 bei HB9DAX

Manfred, HB9DAX (1838), ist seit einiger Zeit begeisterter Benutzer eines Elecraft K3. Er sandte uns diese zwei Bilder zu, die seinen K3 neben dem K2 in seinem Shack zeigen.



DL1VU

Karl, DL1VU (415), weit gereister DX-peditionär und auch Autor technischer Artikel, an seiner Station.



W1PL

Mit Bedauern hatten wir im Februar 2008 vom Tod unseres Funkfreundes W1PL, Dr. Laci Radnay (HSC 13) erfahren. Laci starb im Alter von 96 Jahren. Als Mitglied der ersten Stunde ist ihm der HSC in besonderer Weise verbunden.

Geboren 1912 in Ungarn, war er bereits 1927 QRV. Schon vor Gründung des HSC 1951 und auch vor Lizenzerteilung in DL 1949 war er mit selbstgebauten Geräten unter HA4EA und HA4SA ein gesuchter QSO-Partner. Sein besonderes Interesse galt DX, so brach der Kontakt auch nach seiner Übersiedlung in die USA nicht ab, wo er alsbald wieder zu hören war, bis zuletzt unter W1PL.

Allen, die ihn kannten, wird er als kenntnisreicher und bescheidener, als freundlicher und vorbildlicher Funkamateur in Erinnerung bleiben. (DL1TL/DLØHSC)



Polarstation HB9DAX

Funkverbindungen waren am Anfang der Polarforschung zum Teil die einzige Verbindung zur "Zivilisation". In den meisten Forschungsstationen nimmt der Amateurfunk trotz moderner Kommunikationmittel noch heute einen wichtigen Platz ein. Unser Mitglied Manfred, HB9DAX (1838) ist auf diesem Gebiet sehr aktiv. In der Zeitschrift Polarnews erschien ein Bericht über Manfreds Aktivitäten, hier als PDF-Datei herunterladbar.



DK5JI, DL7AKC, G3SJJ

OM Chris, G3SJJ (rechts) ist am 19. Juni Mitglied des HSC geworden. Da er sowieso zur HAM RADIO nach Friedrichshafen kommen wollte, wurde beschlossen, ihm am HSC-Stand die Mitgliedsurkunde zu überreichen.
Das Foto zeigt Chris mit Hans, DK5JI und Jens, DL7AKC.



OM Dov Gavish, 4Z4DX

OM Dov, 4Z4DX (1680) sandte uns ein paar Bilder, aus der wir diese kleine Diashow gemacht haben:
4Z4DX zu Hause / Liechtenstein, HBØ / Nepal DXpedition / J48DOV / Treffen mit König Hussein



Adi, DL3SZ

OM Adi, DL3SZ (141), ist täglich mehrere Stunden in CW aktiv, immer auf der Suche nach neuen DXCC-Ländern, US-Counties und IOTA-Inseln. Aktiv ist Adi auch beim IPA-Radio Klub; er war dort Mitbegründer und Rundspruchleiter. Sein besonderes Interesse gilt aber nach wie vor dem HSC. Viele alte Karten der Oldtimer auf unserer Website stammen aus seinem Archiv.

Adi feiert am 20. März 2005 seinen 84. Geburtstag, wozu ihn der HSC herzlich gratuliert!



G0RTN an A45XR

Während eines Urlaubes in Oman fand Gerry, GØRTN (1850), etwas Zeit,
an der Station von A45XR (729) zu arbeiten. Gerry war als A4/GØRTN in der Luft.

Bilder wie diese, und kleine Geschichten dazu, sind immer willkommen! Einfach per E-Mail
an den HSC-Webmaster wenden. Adresse im Impressum.



DL2JRM in Afghanistan

Dieses Bild zeigt unser Mitglied René, DL2JRM (1804) in seinem QRL in Afghanistan.
René war dort längere Zeit im Rahmen des ISAF-Einsatzes tätig. Er ist auch öfters auf den Bändern als YA/DL2JRM und YA7X zu hören gewesen. Aufmerksame Leser unserer DX-Infos wissen das.



SP3CW und M0GMT in London

HSC-Mitglieder Art, SP3CW (1821) (links), und Danny, MØGMT (1802) (rechts)
trafen sich kürzlich in London, während eines Aufenhaltes von SP3CW in Grossbritannien.



Gerald, DL4KG (1018) schrieb uns, wie er Schwierigkeiten im UKW-Fieldday überwand. Glückwunsch an die Kontest-Crew. Es gibt eben keine Entschuldigung, kein CW zu machen:

"Hallo liebe HSC-Freunde,
beim letzten UKW-Fieldday waren eine ganze Reihe schöner Verbindungen in CW möglich. Leider hatte wir es versäumt, eine Morsetaste für die UKW-Station mitzunehmen. Aber ein echter CWist findet immer eine Möglichkeit. Ich habe einfach die Tonruf-Taste des Mikrofons "sinnvoll" eingesetzt und so einige QSOs über mehr als 600 km gemacht. Anbei ein Bild davon.

73 aus Stuttgart von
Gerald - DL4KG (HSC 1018)"
Morsen mit 1750 Hz-Tonruf



DL4CF

Nach einem Sturmschaden sind Tower und Beams wieder aufgebaut worden: Unten 2-Ele. Yagi für 40m, in der Mitte 11-Ele. Yagi (5 Ele für 10m und je 3 Ele für 15 und 20m) und oben 3-Ele. Yagi für 12m/17m sowie drehbarer Dipol für 30m
Das Bild links erhielten wir von Joe, DL4CF (1259). Es zeigt ihn an seiner Station in Reinsdorf (Sachsen-Anhalt). Joe ist in nahezu allen Betriebsarten QRV. Wir nehmen an, er bevorzugt die Betriebsart "Amateurfunk", abgekürzt "CW"...

Tower mit Beam von DL4CF



DJ6ZM
OM Toffy, DJ6ZM (889) sandte uns diese beiden Bilder. Toffy zeigt, was man unter dem "HSC-Marathon" auch verstehen kann, hi.

Wir nehmen an, dass der Heimtrainer einen Generator antreibt, der seinerseits den K2 mit Strom versorgt. Bewaffnet mit magnetischer Loopantenne, Logbuch und Taste, läßt sich so manches QSO fahren.

Bleibt abzuwarten, ob die Puste auch für ausgedehntes Ragchewing ausreicht. Sicherheitshalber steht eine Bleibatterie bereit. Praxisberichte bitte an den HSC!

Doch was ist das? Die Mikrofonbuchse am K2 ist mit einer Staubschutzkappe abgedeckt! Keine Sorge: Dies ist ein durchaus natürliches Verhalten der Spezies homo telegraphista. Und es erinnert den Autor dieser Zeilen an den Spruch zweier CW-Freunde auf einem Telegrafietreffen in Undeloh/Nordheide vor einigen Jahren:
"Hey, what's your microphone doing?"
"It's collecting dust!"
.

Wenn man einmal überlegt, an wievielen CW-Transceivern weltweit die Mikrofonbuchsen ungeschützt sind, lohnt sich für den HSC evtl. der Vertrieb solcher Verhüterlies. Mehr dazu demnächst in der Rubrik "Webshop"... ;-)

DJ6ZM


Von unserem Mitglied Edi, DJØZM (910) stammt das rechts abgebildete Foto.

Edi schreibt:


"Hallo Freunde,

diese Aufnahme entstand 1990 in Buedingen. Wer kennt ihn nicht, "VIC" OE5PV. Links seine XYL.
Und rechts der Typ? Naja, damals war auch ich noch juenger!

Gruss von Edi DJ0ZM"
XYL von OE5PV, OE5PV und DJ0ZM


Anläßlich des 50-jährigen Bestehens des HSC wurde unsere Clubstation DAØHSC im vergangenen Jahr von verschiedenen OM aktiviert. Joe, DL4CF führte beispielsweise ein QSO mit A52ED. Ein indischer SWL hat es mitgehört und uns die unten abgebildete Hörerkarte gesendet (Tnx DL2SD).

SWL-QSL-Karte von VU-0020 DL4CF
Hörerkarte von VU-0020 Der OP des QSO: Jörg, DL4CF (1259)



Dieses Bild zeigt unsere Mitglieder Ric, DL2SD (705) und Norbert, DJ3TU (1789). Es wurde anläßlich eines Fielddays des Ortsverbandes Z46 aufgenommen(Tnx DL2SD).

DL2SD und DJ3TU



HSCer sind dem Nachwuchs stets verbunden.
Detlef Lechner, DL4FT, HSC 418, brachte um 1970 folgende Zeilen zu Papier:

Das Beherrschen des Morsealphabets ist nach internationalem Übereinkommen Voraussetzung für den Erwerb einer Kurzwellen-Amateurfunk-Sendelizenz. Versuche haben ergeben, dass den meisten Menschen das Erlernen des Morsealphabets etwas schwerer fällt, als das des Schreibmaschinen - Blindschreibens.

Zum Erlernen des Morsealphabets ist ein musikalisches Gehör nicht erforderlich. Es ist wichtig, sich von Anfang an das Klangbild eines zu erlernenden Morsezeichens einzuprägen, aber nicht eine Kombination von Punkten und Strichen. Man spricht die Morsebuchstaben, indem man für einen Punkt "dit" und für einen Strich "dah" sagt. Wenn auf einen Punkt ein Strich folgt, wird das "dit" zu "di". Das "di" ist sehr kurz auszusprechen: eine 5 klingt wie eine "Schnellfeuergewehrsalve". Dagegen muss das "dah" etwas langgezogen werden.

Man sollte stets nur wenige neue Buchstaben auf einmal erlernen und sich zuerst ihr "didah"-Klangbild einprägen. Danach werden sie untereinander und mit den bereits bekannten kombiniert. Am schnellsten lernt sich das Morsealphabet zu zweit. Die Morsekurse auf Tonträgern oder am PC sind weitere günstige Methoden. Solange man noch nicht alle Buchstaben und Ziffern beherrscht, ist die Morsegeschwindigkeit nebensächlich. Ist die Mehrheit der Buchstaben erlernt, so kann ihr Behalten dadurch gefestigt werden, dass man versucht, Wörter in die Klangmelodie durch Pfeifen oder Zischen umzusetzen. Der Weg von oder zur Arbeit, aber auch Spaziergänge in der freien Natur bieten sich hierfür an. Dabei sollten besonders Buchstaben, die noch Schwierigkeiten beim Behalten bereiten, geübt werden. Erst wenn man alle Buchstaben und Ziffern ohne Zögern in die Morseklänge umsetzen kann, darf man die Geschwindigkeit steigern. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen, welche Buchstaben man zweckmäßig zuerst erlernen soll, sind nicht einheitlich. Viele erfolgreiche Funkamateure haben im Selbststudium zuerst die "leichten" Buchstaben E, T, I, M, N, A erlernt und gingen dann zu den schwierigen über.

Das Geben der Morsezeichen mit der Handtaste verlangt viel Üben, damit die Zeichen gut lesbar werden. Man faßt den Knopf oder Teller mit dem Daumen und Mittelfinger etwas von unten und drückt mit dem Zeigefinger den Hebel nieder. Gegen Ende des Punktes oder Striches reißen Daumen und Mittelfinger die Taste nach oben. Der hierzu notwendige Rhythmus erlernt sich am ehesten durch das nicht zu langsame Geben langer Punktreihen, wobei man auf möglichst gleichmäßige Gebeweise achtet. Mietwohnungen sind hier als Übungsort eher ungeeignet. Man beachte den Körperschall! Anschließend übt man E, I, S, H, 5, Irrung, T, M, O, CH, Ø. Der häufigste Fehler beim Geben des A besteht darin, dass der Anfänger die Pause zwischen dem "di" und dem "dah" zu lang macht. Man übt K. Beim Üben des R und C wird anfangs häufig das "dah" zu kurz gegeben.

Die Taste soll stabil auf dem Tisch stehen, ohne daß sie mit der linken Hand festgehalten wird. Eine schwere Grundplatte und Gummifüße helfen hier sehr. Viele erfolgreiche Amateurfunk-Telegraphisten bedienen die Morsetaste so, dass nur der Ellenbogen aufliegt. Manche Vorschriften kommerzieller Funkdienste verlangen, dass der Ellenbogen nicht aufliegt. Der Unterarm soll etwa einen rechten Winkel mit dem Oberarm bilden. Es ist wichtig, dass die Morsezeichen aus dem Handwurzelgelenk (nicht aus den Fingergelenken!) heraus gegeben werden. Durch den Betrieb der Morsetaste auf den Knien erwirbt man keine gute Morsehandschrift. Wer zu Handverkrampfungen neigt, sollte vor dem Üben und in Pausen Hand- und Armlockerungsübungen ähnlich denen für Stenotypistinnen machen. Eine gute Morsetaste zeichnet sich durch hohe Präzision in der Lagerung aus. Man stellt die Lagerzapfen bei minimaler Federspannung so ein, daß möglichst wenig seitliches Spiel bleibt, ohne dass aber die Vertikalbewegung behindert wird. Das Einstellen des Tasthubes ist hauptsächlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Am Anfang achte man darauf, dass Beginn und Ende eines Punktes in einer Punktreihe gleich lautes Klopfen erzeugen. Wer hohe Tastgeschwindigkeiten erlernen will, darf Hub- und Federspannung nicht zu groß einstellen. Dieser Gesichtspunkt wird aber erst bei Geschwindigkeiten über 40 Bpm wichtig.

Jeder Funkamateur sollte danach streben, sich eine gute "Morsehandschrift" anzugewöhnen. Die beste Morsehandschrift ist die, bei der man den Operateur nicht erkennen kann.

Wichtiger als schnell morsen, ist gut morsen!


Die Zeichen sollen präzise, sauber, gleichmäßig gegeben werden, so dass wohlgeformte Buchstaben und Pausen entstehen, bei denen es eine Freude ist, zuzuhören. Leider gerät der Funker in der Praxis nur zu leicht in die Versuchung, das höhere Tempo des Partners "mitzuhalten" und verdirbt sich dabei oft seine Handschrift. Häufig beginnt das damit, dass man in Eile Buchstaben zusammenzieht, MA wird zu Q, AN zu P usw. "Alte Hasen" gewöhnen sich häufig einen eigenen Stil an.

Jeder Stil ist aber eine Abweichung von der Perfektion und sollte vermieden werden.


Ein gutes Mittel zur Selbstkontrolle ist, einen Text möglichst exakt auf Tonband zu geben und hinterher das Ergebnis kritisch zu prüfen.

Anmerkung von DL2SD: Detlef, DL4FT, ex DM2ATD, DM3QO, ist Autor der Bücher "Kurzwellenempfänger" (1975) und "Kurzwellensender" (1979)



Wert und Unwert elektronischer Morsetasten.
Von Gerd Sapper, DJ4KW, in DL-QTC 1/1965

Wer als Funkamateur (z.B. im DX-Verkehr) nie schneller als im Tempo 80 BpM gibt, kommt mit einer Handtaste vollkommen aus. Elektronische Tasten werden erst bei Tempi um 120 und mehr BpM nötig. Hier haben sich die üblichen "El-Bugs" gut bewährt. Diese besitzen eine Einstellmöglichkeit für Punkt-Strich- sowie Zeichen-Pausen-Verhältnis. Insbesondere bei großen Telegrafiergeschwindigkeiten, also sagen wir 150 BpM und höher, ist es sinnlos, diese Verhältnisse starr vorzugeben. Lassen Sie mich das folgendermaßen erklären:

Kein OM, auch der beste Telegrafist, kann unbegrenzt hohe Geschwindigkeiten aufnehmen. Die Grenze ist dann erreicht, wenn die Punkte so schnell kommen, dass sie nicht mehr als Punkte, sondern als Tonfrequenz empfunden werden und der Operateur z.B. nicht mehr in der Lage ist, die Länge eines Punkt-"strings" abzuschätzen, um festzustellen, ob man ihm "b" oder "6" sendete. Mit einer "korrekt" eingestellten Taste erreicht man diese Grenze sehr bald.

Mit dem immer noch 1 : 3 betragenden Punkt/Strich-Verhältnis können wir der Gegenstelle das Aufnehmen erleichtern, wenn wir die Punkte etwas mehr "strichähnlich" machen, also die Pausen verkürzen und die Punkte dafür verlängern. Damit lässt sich schon das Sendetempo etwas steigern, aber man kann nicht allzuviel höher gehen, denn die Gegenstelle wird sich wieder über "schlecht eingestellte Taste" beschweren. In diesem Fall steigert man das Tempo dadurch, dass man die Striche einfach kürzer macht. Man kann hierbei bis zu einem Strich-Punkt-Verhältnis von 2 : 1 gehen und nun bei gleicher Punktlänge wesentlich mehr Zeichen je Zeiteinheit loswerden, das Tempo also weiter steigern.

Erst mit diesem Trick kann man elektronisch Tempo 200 bis maximal 250 BpM geben. Aber schon bei 200 kommt der Operator mit den Fingern beim Tasten nicht mehr nach und es wäre eine Taste mit Speicherung und automatisch einzuflechtenden Buchstaben- und Wortabständen ratsam. Bei dieser Taste darf aber auf keinen Fall das Zeichen-Pausen- und Punkt-Strich-Verhältnis starr vorgeben, sondern es muss frei wählbar und eventuell nach den Wünschen der Gegenstation einstellbar sein.

Der langen Rede kurzer Sinn: Wir haben keinen Streifenschreiber, sondern einen Menschen als Partner, und der will, dass die Zeichen angenehm und gut aufnehmbar in seinen Ohren klingen und nicht, dass sie irgendwelchen starren Vorschriften entsprechen, die wegen der Lesbarkeit der Zeichen auf einem Papierstreifen gemacht wurden.



Messung des Telegrafiertempos.
Mitteilungsblatt (MB) Deutscher Amateur Radio Club e.v. Distrikt Bayern Süd
Nr. 66/67 Mai/Juni 1959, Von Gerd Sapper, DJ4KW (Ein billiges Vergnügen für DM 1.60)

Im DL-QTC 2/1959 beschrieb DL1GA eine Schaltung zur Messung der Anzahl der Impulse eines CW-QSOs. Er legte dazu ein Zählrelais in die Kathode seiner Buffer-Stufe. Dieser Aufbau läßt sich auch dazu verwenden, die eigene Telegrafiergeschwindigkeit ohne das übliche Auszählen der Buchstaben zu messen.

Folgende Überlegung: Angenommen, ein eine Minute lang gesendeter QSO-Text bestehe aus i Impulsen. Wären nur Zahlen gesendet worden, gäbe das i/5 Zahlen pro Minute, und da man eine Zahl = 2 Buchstaben rechnet i * 2/5 BpM, (Buchstaben pro Minute.) Ob diese Überlegung stimmt, wurde anhand eines Textes aus dem DL- QTC nachgeprüft. (Deutscher Klartext mit wenig Zahlen):

Zeit
in s
Relaisstellung Anfang/Ende Impulse Multiplikator BpM rechnerisch BpM tatsächlich
60 4146/4364 218 2/5 87.2 85
60 4364/4653 289 2/5 115.6 116
60 8800/9189 389 2/5 155.6 161
60 0600/1083 483 2/5 193.0 205

Das ständige Multiplizieren mit 2/5 spart man sich, wenn man den Zeitraum der Messung so klein wählt, dass die Impulszahl sofort das Tempo in BpM bedeutet. Das ist bei 60 * 2/5 = 24 s der Fall.

In der Praxis sieht eine Tempomessung dann so aus: Das Zählrelais liegt in der Anode oder Kathode einer im C-Betrieb laufenden Senderstufe (z.B. Treiberanode). Der Anodenstrom wird so eingestellt, und das Relais gegebenenfalls so nachjustiert, dass auch bei höchstem Tempo noch einwandfrei gezählt wird. Normalerweise bleibt das Relais mit einem Kellogschalter kurzgeschlossen. Um das Tempo zu messen, merkt man sich die Anfangstellung des Relais (möglichst vorher soweit schalten lassen, bis es auf einer runden Zahl steht!). Während des Sendens öffnet man den Kellogschalter mit der linken Hand und läßt ihn 24 s offen. Die Zeit wird mit der Armbanduhr kontrolliert. Die Differenz der Anzeige vorher und nachher ergibt sofort das Tempo in BpM.

Entsprechende Zählrelais ("Gesprächszähler") sind bei der Firma Femeg in München für DM 1,60 zu haben, sie lassen sich bis über 200 BpM verwenden. Ist das diese technische Spielerei nicht wert?